«Anspannung ist der Feind des guten Schlafs», sagt der renommierte deutsche Schlafmediziner Hans-Günter Weess. Wenn das Gedankenkarussell dreht und dreht, ist guter Rat teuer. Diese Tipps helfen beim Einschlafen.

Abgrenzung ist wichtig

Das Homeoffice sollten Sie besser nicht im Schlafzimmer einrichten. Ohne räumliche Trennung von beruflichem Alltag und Nachtruhe laufen Sie Gefahr, nicht loslassen zu können. Verbringen Sie vor dem Einschlafen nicht zu viel Zeit im Bett, etwa mit Fernsehschauen oder lesen. Denn das Bett sollte der Ort sein, wo der Kopf weiss: Hier wird geschlafen. Negative Schlagzeilen in TV-Newssendungen oder aufwühlende Talkshows können das Gedankenkarussell erst richtig in Schwung bringen.

Sich an Schönes erinnern

Ein ruhiger Geist hilft beim Einschlafen. Anstatt über Ihre Sorgen zu grübeln, denken Sie an etwas, das Ihnen Freude bereitet. Die letzten schönen Ferien etwa oder die wohlige Erinnerung an den erholsamen Abendspaziergang, bei dem die letzten Sonnenstrahlen Ihre Haut berührten.

Nicht an Schlaf denken

Es hört sich simpel an, ist aber enorm wichtig: Denken Sie im Bett nicht an den Schlaf. Wer ihn gedanklich herbeisehnt, bleibt eher wach. Dann entwickelt sich das Gedankenkarussell zu einem Hamsterrad, aus dem es kein Entkommen gibt.

Aufstehen und ablenken

Anstatt sich stundenlang hin- und her zu wälzen, ist Aufstehen oft die bessere Alternative. Gedämpftes Licht, vielleicht ein wenig sanfte Musik und besser nicht aufs Smartphone schauen – lassen Sie es ruhig angehen. Schreiben Sie belastende Gedanken in ein Notizbuch und schliessen Sie mit den Worten ab: «Das kann bis morgen warten». Zurück unter der Bettdecke, fokussieren Sie sich auf Ihre Atmung, lassen Körper und Geist bewusst in die Tiefen der Nacht entschwinden.